Tierisch gute Rezepte...

Tierisch gute Rezepte...
..."Grünzeug schmeckt immer"...

Samstag, 18. Oktober 2014

HERBSTAKTION, Teil 2: Obst trifft Gemüse: Staudensellerie-Apfel-Kokos-Salat mit pikantem Himbeer-Honig-Dressing

Hallo :)

Endlich ist Wochenende! Kaum zu glauben, dass schon wieder eine ganze Woche vorbei ist und das Unileben wieder angefangen hat. Ein Glück, dass mein Stundenplan relativ Küchenmädchen-freundlich ist, ich habe meistens Zeit, mir mittags selbst etwas zu kochen. Heute allerdings war ja Samstag und da hat man, trotz anstehender Klausuren und dadurch bedingter Lernerei, ja etwas mehr Zeit für kulinarische Experimente.

Also habe ich heute erst etwas gebacken, kleine Kaffee-Gugelhupfs ohne Fett, die mir allerdings etwas zu sehr nach Puderzucker und zu wenig nach Kaffee schmecken...deshalb werde ich sie nicht posten :)

Heute Abend gab es zwar auch etwas kalorienarmes, aber es war für meinen Geschmack interessanter für den Gaumen ;)

Ich war mal wieder kreativ und habe selbst ein Rezept kreiert, um endlich den Staudensellerie loszuwerden, der schon seit Anfang der Woche mein ganzes Kühlschrankfach blockiert. Allerdings hatte ich auf Sellerie pur keine Lust. Da kam mir, passend zu meiner Herbstaktion der Gedanke, dass ich schon einmal irgendwo einen Sellerie-Apfel-Salat gegessen habe und der eigentlich ganz lecker geschmeckt hat.

Äpfel hatte ich, dank der Ernteaktion bei meiner Oma, genügend vorrätig, noch dazu sehr aromatische (ich empfehle jedem die Sorte Elstar, derzeit mein Lieblingsapfel). Und da ich mir zur Zeit morgens mein Müsli mit Obst und Quark zubereite, waren auch gefrorene Himbeeren im Haus... also habe ich mich gleich ans Werk gemacht :)

Für 2 Portionen brauchst du:

4 große Stangen Staudensellerie
1 mittelgroßer Apfel
ca. 10 Himbeeren
ca. 20 g Kokosflocken
ca. 2 EL Weißwein- oder Himbeeressig
2 TL Honig
Pfeffer, Muskat

Und so geht's:

Wasche den Sellerie und schneide die unteren bzw. oberen angetrockneten Enden ab. Dann schneide den Sellerie schräg in ca. 1 cm breite Stücke.
Den Apfel vierteln und das Kernhaus entfernen. Dann die Viertel längs in schmalere Schnitze schneiden, dabei nicht ganz oben anfangen, sodass die Schnitze noch an einem Punkt zusammenhängenbleiben - so kann man jetzt quer zu diesen Schnitzen schneiden und muss nicht jeden einzeln zerkleinern :) Dadurch erhält man kleine Dreiecke.
Sellerie- und Apfelstücke in eine Schüssel geben und bis auf einen kleinen Rest für die Dekoration die Kokosfloken daruntermischen.

Jetzt folgt das Dressing. Dafür zerdrückt man 6-7 der Himbeeren mit einer Gabel so lange, bis keine Stückchen mehr sichtbar sind. Jetzt gibt man den Essig und den Honig dazu und verrührt die Mischung gut. Zum Schluss noch frische Muskatnuss darüberreiben und mit Pfeffer würzen. Nocheinmal umrühren.

Zum Anrichten einfach je die Hälfte des Salates auf einen Teller geben und das Dressing mit einem Löffel hübsch darauf verteilen. Man kann auch schöne Verzierungen am Tellerrand damit kreiren ;)

Als Sahnehäubchen obenauf streut man noch die restlichen Kokosflocken und garniert das Ganze mit den übrigen Himbeeren. Fertig ist der leichte, herrlich fruchtige und überhaupt nicht zu sehr nach Sellerie schmeckende Überraschungssalat :) Und schön aussehen tut er auch:


Guten Appetit (das Gute Gelingen kann man sich an dieser Stelle sparen, es ist wirklich zu simpel ;)

Liebe Grüße,

Miakatzi

Montag, 13. Oktober 2014

Rückkehr aus dem Paradies, ran an den Backofen: kleiner Mohn-Käsekuchen

Bom Día!

Ja, ich war im Urlaub. 9 Tage im Paradies liegen hinter mir...wo das liegt? Vor der afrikanischen Küste. Es nennt sich Madeira. Bestimmt denkt jetzt jeder an Rentner in Reisebussen, an alternde englische Ehepaare mit Sonnenhüten ("That flower is lovely George, isn't it?") und an Romy Schneider in ihrer Paraderolle als Sissi, die ja bekanntlich aufgrund ihres Lungenleidens eine Zeitlang auf Madeira war.
So ist es auch.
Allerdings macht es überhaupt nichts! Denn die wunderbare Natur macht jedes Klischee wett. Die Insel ist wie geschaffen für alle erdenklichen Pflanzen, und was bei uns im Topf auf der Fensterbank dahinkümmert, wächst auf Madeira einfach so am Straßenrand. Wir schwelgten in Obst, für das jetzt die ideale Jahreszeit war: Äpfel, Birnen, Bananen von der Insel (diese schmecken ganz anders als bei uns, sie sind kürzer und dicker und das Fruchtfleisch ist fest, dunkelgelb und schmeckt viel fruchtiger und saftiger), Maracujas (Passionsblumen wachsen als Terrassenbeschatter oder einfach so, am Zaun entlang), Mangos, Orangen, Zitronen, Trauben (der Wein wuchert wild auf beinahe jeder erdenklichen freien Fläche) und viele, viele mehr. Außerdem habe ich eine neue Frucht kennengelernt: Die Ananasbanane, die genau so schmeckt, wie sie heißt, und unglaublicherweise ist sie die Frucht des Philodendron, einer Zimmerpflanze! (Wer nicht weiß, wie sie aussieht, kann ja einmal googlen ;)
Außer Obst gibt es auf Madeira natürlich den Lorbeerwald und auch viele Eukalyptusbäume, sodass man sich teilweise wie in Australien fühlt. Bis auf die Temperatur, denn diese beträgt das ganze Jahr angenehme 25 °C, im Winter etwas kühler, im Sommer etwas wärmer.
Und auch der Ozean war über 23 °C warm, sodass ich tatsächlich einmal im Meer schwimmen war...herrlich! Und das, obwohl Madeira eine Vulkaninsel ist und eigentlich hauptsächlich Steilküsten besitzt, wobei der steile Abfall auch unter Wasser weitergeht und das Meer um die Insel herum von einem unglaublich intensiven Dunkelblau ist. In diesem Wasser leben natürlich auch besonders viele Fische und auch Wale. Typisch ist der schwarze Degenfisch, Espada, ein Tiefseefisch, der zwar ein bisschen fremdartig aussieht, aber wunderbar schmeckt..
Aber am besten lasse ich einfach Bilder sprechen, das ist sowieso viel eindrücklicher:


Das war der Ausblick nach links von unserem Hotelbalkon...am Morgen :)

Der Ausblick vom Hotel nach rechts...

Hibiskus

der rauhe Atlantik bei Porto Moniz

So sieht es vom Gebirge in der Inselmitte gesehen aus 

der Lorbeerwald

Amaryllis belladonna...wachsen überall am Wegesrand

die Strelitzien, für die Madeira berühmt ist

besagter Philodendron

...eine blühende und fruchtende Bananenstaude

Bougainvillea...wächst bei uns auch nur mickerig.

eine Bananen-Passionsblume, sie hat leberwurstförmige Früchte

Zügeldelfine, die wir beim Whale watching gesehen haben


...hier spielen sie mit dem Boot!

selbstgepflückte Maracujas...

Was ist das? 

In der Markthalle von Funchal. Das längliche Grüne sind die Philodendronfrüchte...

Nach 9 Tagen hieß es dann zurück in die Normalität, sprich, nach Deutschland. Glücklicherweise meinte es der Wettergott gut mit uns, denn bei unserer Ankunft konnte auch good old Germany mit spätsommerlichen Temperaturen aufwarten, sodass der Kontrast zur Insel nicht ganz so stark war.
Am Freitag ging ich dann gleich wieder meiner Hauptbeschäftigung nach: Backen ;)
Für den zum Zweck der Apfelernte angesetzten Besuch bei meiner Oma habe ich mich für kleinen Käsekuchen mit Mohn entschieden. Klein deshalb, weil ich mir ja schließlich die im Urlaub und auch schon davor angefr******* Pfunde wieder absparen muss und deshalb nur ein winzig kleines, schmales Probierstückchen gegessen habe ;) Und wie heißt es so schön: Klein, aber oho.

Da der Kuchen bei meiner Familie gut ankam, verlasse ich mich auf ihr Urteil und gebe nun das Rezept weiter :)

Für eine Springform 20 cm braucht man:

für den Teig:

125 g Mehl
25   g Zucker
1     Prise Salz
1     Eigelb
65   g kalte Butter

für die Mohnmasse:

60   mL Milch
25   g Butter
25   g Zucker
1/2  TL abgeriebene Zitronenschale
125 g gemahlener Mohn (wir kaufen immer ungemahlenen Blaumohn und mahlen in dann selbst in               unserer Mohnmühle, er schmeckt dann einfach aromatischer)

für die Käsemasse:

1     Ei
(1     Eiweiß)
60   g Zucker
250 g Quark (20%)
100 g Schmand
1     gehäufter EL Speisestärke
1/2  TL abgeriebene Zitronenschale
2     TL frisch gepresster Zitronensaft

Und so geht's:

Aus den Teigzutaten rasch einen Mürbeteig kneten, nicht wundern, er ist ziemlich bröselig! Dann den zu einer Kugel geformten Teig ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Für die Mohnmasse alle Zutaten bis auf den Mohn zusammen aufkochen, den Topf vom Herd nehmen und den gemahlenen Mohn einrühren. Anschließend mit geschlossenem Deckel in Ruhe quellen lassen.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Für die Quarkmasse das Ei trennen. Jetzt das Eiweiß (ich habe noch das Eiweiß, das vom Teig übrig geblieben ist, dazugegeben, so wird die Masse fluffiger!) erst leicht anschlagen, dann den Zucker einrieseln lassen und schön steif schlagen.

Das Eigelb mit dem Quark, dem Schmand, der Stärke und Zitronenschale und -saft gut verrühren und anschließend den Eischnee darunterheben. (Hier ist mir leider ein Missgeschick passiert und ich habe im Eifer des Gefechts vergessen, das Eigelb dazuzugeben. Das ist aber überhaupt nicht aufgefallen, die Masse ging trotzdem auf und hat wunderbar geschmeckt...puuh, nochmal Glück gehabt :)

Jetzt nimmt man den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn etwas größer als die Fläche der Springform aus. Dann stellt man die gefettete und gemehlte Form auf den Teig und fährt einmal mit einem scharfen Messer die Kontur nach. Fertig ist der Kuchenboden, den man jetzt nur noch in die Form legen muss ...:) Für den Rand einfach die Ränder der Reste glatt schneiden und in der Form anbringen.

Dann gibt man zuerst die gequollene Mohnmasse auf den Teig und streicht sie glatt, hierauf folgt die Quarkmasse, mit der man ebenso verfährt.

Der Kuchen kommt jetzt für 30 min. in den Ofen (Umluft 160°), danach schaltet man noch einmal für 10-15 min. hoch auf 200 °C (Umluft 180 °C).

Den Kuchen auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen...und nicht traurig sein, wenn er wieder in sich zusammenfällt! Das ist nunmal bei den meisten Käsekuchen so...und er sieht beim Anschneiden trotzdem noch schön aus, versprochen :)




Gutes Gelingen und guten Appetit,

Miakatzi

P.S.: Die Bilder sind dieses Mal nicht so schön geworden, da ich sie in Eile aufnehmen musste...die ganze Familie hat hungrig darauf gewartet, ihn endlich aufessen zu können ;)

Das Rezept ist modifiziert und stammt aus dem GU-Buch "Kleine Kuchen"

Montag, 29. September 2014

Fremdgebacken: Zu Besuch bei Oma oder Zwetschgenkuchen mit Rührteig

Guten Abend :)

Jetzt kann ich mir endlich von der Bloggerinnen-Seele schreiben, was ich schon sage und schreibe 3 Tage (!!!) mit mir herumtrage...wieder ein Rezept, wer hätte das gedacht ;)

Die Hintergrundgeschichte ist dieses Mal ein Besuch bei meiner Oma. Sie hat sich jetzt doch endlich ihren grauen Star operieren lassen...und muss nun fünf Mal täglich Augentropfen verabreicht bekommen. Da habe ich mich kurzfristig entschlossen, sie doch für ein paar Tage zu besuchen und ihr dabei behilflich zu sein. Ich habe wirklich ein paar schöne Tage verbracht, meine Tante war auch da und ich hatte viel Spaß. Man genießt die Zeit mit geliebten Menschen eben besonders, wenn man sie sonst nicht so oft sieht...

Jedenfalls hat meine Oma auch einen relativ großen Obstgarten mit Birnen, Äpfeln und eben auch einem Zwetschgenbaum. Normalerweise bin ich nicht die allergrößte Zwetschgenliebhaberin, aber diese waren so schön groß und saftig, dass ich richtig Lust bekommen habe, etwas daraus zu machen. Und weil mein Drang zu backen schon wieder richtig groß wurde...was liegt näher, als ein Kuchen? :)

Dieses Mal wollte ich aber mal keinen 08-15 Zwetschgenkuchen backen...typisch mit Hefe- oder Mürbteig und Streuseln...und so weiter und so fort. Ich hatte Lust auf einen Rührteig, weil es einfach meine Lieblingsteigsorte ist. Und wieder einmal bin ich auf Barafras wunderbarem Blog gelandet und fündig geworden. Dieser Zwetschgenkuchen ähnelt ein wenig dem versunkenen Apfelkuchen, auch vom Geschmack her. Optisch macht er auch echt was her!

Man braucht für eine Springform, Durchmesser 28 cm:

500 g Zwetschgen
150 g weiche Butter
150 g Zucker
250 g Mehl
5        Eier (Zimmertemperatur)
3    TL Backpulver
1    TL Zimt (habe ich weggelassen)
(1 Packung Vanillezucker, steht nicht im Originalrezept)
1 Prise Salz

Puderzucker zum Bestäuben

Und so geht's:

Fette und mehle die Springform.

Dann die Butter mit dem Zucker (und evtl. dem Vanillezucker) weiß und cremig schlagen, dann die Eier einzeln gründlich unterrühren.

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz, dem Zimt und dem Backpulver vermischen und esslöffelweise unter die Eiermasse rühren.

Jetzt kannst du schon den Teig in die Springform geben und glatt streichen.

Heize den Backofen auf 175 °C Umluft vor. Dann wasche die Zwetschgen und viertle sie. Die Viertel dann senkrecht jeweils kreisförmig in den Kuchen stecken, bis keine mehr darauf passen ;) Dabei immer einen Abstand von ca. 1-1,5 cm lassen. Dann ergibt sich das schöne, zebraartige Muster (siehe unten). Die Zwetschgen müssen nicht so tief im Teig stecken, dass man sie nicht mehr sieht...;) ich habe sie nur ungefähr bis zur Hälfte hineingedrückt, der Teig geht nachher dank der Eier und des Backpulvers gut auf und sie versinken schön.

Jetzt den Kuchen für ca. 40-45 min. in den Ofen schieben und nach einer Stäbchenprobe herausnehmen.

Nach dem Erkalten kann man ihn noch schön mit Puderzucker bestreuen...et voilà :)




Gutes Gelingen und Guten Appetit! In meiner Familie fand er sehr großen Anklang :)

Ich habe die Tage wirklich genossen...jetzt, wo der Herbst anfängt, gibt es dort wirklich sehr schöne Abendstimmungen zu beobachten. Ich habe einige schöne Bilder gemacht, als ich mit meiner Tante spazieren war...ich möchte euch einfach ein bisschen daran teilhaben lassen. Hier also zwei Bilder :)



Liebe Grüße,

Miakatzi

Sonntag, 14. September 2014

Kleine Sünden: Schokoladige Whoopie Pies mit Vanillebuttercreme

Hallo!

Vor einer Woche habe ich einen Moment der Freude erlebt, als ich herausgefunden habe, dass ich als Studentin die Bücherei in meiner Heimatstadt weiterhin kostenlos nutzen darf...ich habe seit meinem Abi vor einem Jahr keine Bücher mehr dort ausgeliehen, weil mein Ausweis dann abgelaufen war und ich nicht von dieser Regelung wusste...Man kann sich vorstellen, dass ich deswegen positiv überrascht war und gleich schnurstracks hingetigert bin, um mich mit Lesematerial einzudecken.

Natürlich komme ich auch an den Koch-und Backbüchern nicht vorbei...und dabei habe ich ein Buch über Whoopie Pies entdeckt. Da ich noch nie etwas über die gehört hatte, habe ich es mitgenommen.

Und es hat sich auch gleich eine Gelegenheit zum Ausprobieren ergeben...eine Freundin von mir hat ihre Abschiedsparty gefeiert und ich wollte sowieso etwas dafür backen.

Whoopie Pies sind die amerikanischen Gegenstücke zu Macarons. Häufig bestehen sie aus zwei Rührteigplätzchen. Diese werden dann mit einer beliebigen Füllung zusammengeklebt.

Als Chocoholic habe ich mich natürlich für dunkle Whoopie Pies entschieden, die als Krönung mit Vanillecreme gefüllt werden.

Dafür habe ich gebraucht:

Für (laut Rezept 15; bei mir, da ich mehr Leuten die Chance zum Probieren geben wollte, 24) Stück:

Teig:

250 g Mehl Type 405
1 TL  Backpulver
1        Ei
150 mL Buttermilch
40 g   Kakao
125 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Prise Salz

Füllung:

120 g weiche Butter
80   g Puderzucker
1        Eigelb
1        TL Speisestärke (war bei mir aber mehr)
1 Pckg. Vanillezucker
120 mL Milch

Verzierung:

125 g Zartbitterkuvertüre
Deko nach Belieben :)

So geht's:

Den Backofen auf 180 °C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Zuerst für den Teig das Mehl mit dem Kakao und dem Backpulver vermischen. Die Butter mit dem Zucker und dem Salz cremig rühren, dann das Ei hinzugeben und anschließend jeweils im Wechsel die Buttermilch und die Mehlmischung unterrühren.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech mit einem Esslöffel je 10 (bei mir waren es 16) runde Kleckse setzen. Wenn man sie mit dem Finger noch etwas rund- und glattstreicht, werden sie nahezu perfekt geformt aus dem Ofen kommen :)
Dann schiebt man das erste Blech auf die mittlere Schiene in den Ofen. Nach 10-15 min (bei kleineren Whoopies etwas kürzer) wieder herausholen und das nächste Blech in den Ofen schieben. Die Whoopies dürfen nicht gemeinsam in den Ofen, da sie sonst ungleichmäßig werden!!

Wenn alle drei Bleche gebacken sind, lass die Whoopies auf einem Gitter auskühlen.

Dann schmelze die Kuvertüre im Wasserbad und überziehe die Oberseite der Hälfte der Whoopies damit. Ich habe es so gemacht, dass ich schon im Voraus ein bisschen sortiert habe: Welche passen zueinander und welche sind schöner und welche sind nicht so schön? Die nicht so schönen habe ich dann als untere Hälfte verwendet.
Solange die Kuvertüre noch nicht getrocknet ist, kann man nach belieben mit Streuseln, Perlen etc. verzieren.

Während die Whoopies trocknen (geht am besten an einem kühlen, gut belüfteten Ort), kann man schon einmal die Buttercreme vorbereiten. Dafür verrührt man die Stärke mit 4 EL der Milch und kocht danach die restliche Milch mit dem Vanillezucker auf. Dann rührt man die Stärke ein, bis eine dickliche Creme entsteht (eigentlich genau wie beim Puddingkochen...). Schließlich nimmt man die Creme vom Herd und rührt das Eigelb ein.

Diese Creme muss vollständig abkühlen.

Dann kann man die weiche Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren und löffelweise die Vanillecreme daruntermengen.

Wenn jetzt die Whoopies vollständig getrocknet sind, spritzt man mit einer Sterntülle kreisförmige Kleckse auf die flache Seite der als untere Hälfte angedachten Whoopies auf und setzt sie unter leichter Drehung erst mit der Oberseite zusammen und dann auf eine Platte oder in eine Aufbewahrungsbox...oder direkt in den Mund ;)





Viel Spaß beim Nachbacken wünscht

Miakatzi

Das Rezept stammt aus dem Buch "Trendküche.Whoopie Pies" vom compact via Verlag.

Freitag, 12. September 2014

...Der helle Bruder der Pizza: Flammkuchen mit Lauch

Hallo :)

In absehbarer Zeit bricht ja wieder die Zeit an, in der Essen auch durchaus die Aufgabe erfüllen muss, uns von innen heraus zu wärmen...und dafür eignet sich ein Flammkuchen bestens! Nicht umsonst bekommt man ihn auch auf jedem Weihnachtsmarkt.

Er ist aber auch schnell und leicht selbst gebacken! Die Kombination aus knusprigem Teig und dem saftigen, deftigen Lauchbelag ist einfach köstlich und macht gute Laune.

Die Variante, die ich euch heute vorstellen möchte, ist auch für diejenigen geeignet, die sich von Flammkuchen aufgrund seines Gehalts an Kalorien eigentlich sonst eher fernhalten würden...da im Rezept Magerquark und saure Sahne (10%-ig) verwendet werden.

Das ursprüngliche Rezept stammt von der Seite "Mamas Rezepte".

Für einen runden Flammkuchen braucht man:

Teig:

125 g Mehl Type 405
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1 Ei
2 EL Olivenöl
2-3 EL kaltes Wasser

Belag:

150 g Lauch (geht auch mit Gemüsezwiebel!)
1 Stück Butter, ca. 10 g
Salz und Pfeffer
Thymian
50 g magerer Kochschinken oder Schwarzwälder Schinken, wer es würziger mag
100 g Magerquark
1 Ei
3 EL saure Sahne 10 %
Salz
Pfeffer

Und so geht's:

Zuerst bereitest du den Teig für den Flammkuchen vor. Dazu vermischt man Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel und gibt danach die restlichen Zutaten für den Teig dazu und verrührt alles lcoker. Zum Schluss alles von Hand verkneten. Jetzt stellt man den Teig für ca. 30 min. kühl.

Für den Belag den Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden.
Dann in einer Pfanne die Butter erhitzen und den Lauch hineingeben, einige Minuten bei schwächerer Hitze unter Wenden dünsten.

Jetzt schmeckt man den Lauch mit Salz, Pfeffer und Thymian nach Geschmack ab und lässt die Mischung abkühlen.

Bereits jetzt den Backofen auf 250°C vorheizen.

Schneide jetzt den Schinken klein und mische Quark, Salz, Pfeffer, saure Sahne und das Ei gut miteinander. Zum Schluss den Guss, den Schinken und den Lauch miteinander vermischen.

Den Flammkuchen auf einem leicht mit Olivenöl gefetteten runden Pizzablech ausrollen und etwa 7 Minuten im Ofen vorbacken.

Danach herausholen und mit dem Belag bestreichen, im Anschluss wieder in den Ofen schieben und bei 225 °C 12-14 min fertig backen. Wann es Zeit ist, den Flammkuchen herauszuholen, erkennt man mithilfe seiner Augen: Der Rand des Flammkuchens sollte eine so goldbraune Färbung aufweisen, dass einem schon vom Anblick das Wasser im Mund zusammenläuft :)

Damit ihr wisst, was ich meine:

So sollte der Flammkuchen aussehen :)



Und jetzt...Guten Appetit :)

Liebe Grüße,

Miakatzi

Dienstag, 9. September 2014

HERBSTAKTION: Äpfel oder Birnen, das ist hier die Frage...No.1: original steirischer Birnenstrudel

Guten Morgen!

Es sieht ja so aus, als sei der Herbst schon ausgebrochen...jedenfalls hält die Obstschwemme an :) In unserem Garten konkurrieren Äpfel und Birnen gleichermaßen um meine Aufmerksamkeit. Deswegen muss man abwechselnd etwas mit beiden Früchten backen, damit sie nicht beleidigt sind...;)

Das ist der Grund für meine Herbstaktion: Äpfel oder Birnen, das ist hier die Frage!!

So halbwegs muss man den Äpfeln ja schon einen Punkt zusprechen...der versunkene Apfelkuchen war ja schon mit Gravensteiner-Äpfeln versehen.
Aber offiziell geht es jetzt los...

...und zwar mit einem Birnenrezept!

Vor Jahren haben wir einen Urlaub in der Steiermark verbracht. Ich war damals ca. 7 Jahre alt und habe den Bauernhof geliebt. Vor allem mit der Bäuerin habe ich mich super verstanden, ich war oft bei ihr in der Küche und habe zugesehen, wie sie selbst gebuttert oder auch gebacken hat. Einmal machte sie auch einen Birnenstrudel...und den fand meine Familie so genial, dass meine Mama das Rezept unbedingt erfahren musste!

Deswegen sind wir jetzt im Besitz des Wissens über die Zubereitung eines original steirischen Birnenstrudels...und das möchte ich nun mit euch teilen :)

Man braucht:

4-5 reife Birnen
Zimt, Zucker, Rum (-Rosinen), Semmelbrösel zum Bestreuen

für den Teig:

250 g Quark
250 g Butter
250 g Mehl
Salz

Und so geht's:

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten, eventuell noch etwas Mehl hinzufügen.

Den Backofen auf ca. 175 °C Ober-und Unterhitze vorheizen, die Birnen schälen, vierteln und die Viertel quer in Scheiben schneiden.

Den Teig mit etwas Mehl ungefähr rechteckig und ca. 0,3-0,4 cm dünn ausrollen.
Dann mit Zucker, Zimt, Rum (-Rosinen) und Semmelbröseln bestreuen und  die Birnenstücke daraufgeben. Man sollte allerdings darauf achten, dass ca. 2 cm vom Rand aus frei bleiben, schließlich soll der Strudel ja gerollt werden!

Dies geschieht nun, indem man den Teig von der langen Seite des Rechteckes aus zur gegenüberliegenden hin mehrmals vorsichtig umschlägt; am besten hat man immer "die Hand am Teig", damit keine Birnen herausfallen und der Teig nicht reißt. Schließlich schlägt man an den Seiten die offenen Ränder nach unten um. Jetzt den fertigen Strudel vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen...

...und für ca. 50-55 min backen.

Vor dem Servieren bestreut man den Strudel dann dick mit Puderzucker, wie sich das gehört :)



Guten Appetit!

Hier übrigens noch ein Bild von unserem voll behangenen Birnbaum...ist das nicht ein toller Anblick?




Donnerstag, 4. September 2014

Ausflug nach Fernost: Samosas zum Abendessen :)

Guten Abend :)

Gestern gab es seit langem einmal wieder etwas Indisches bei uns. Ich habe unseren "Erprobte-Rezepte-Ordner" durchgeblättert und bin auf das Samosas-Rezept gestoßen. Sofort war klar, dass die in absehbarer Zeit einmal wieder gemacht werden würden :)

Dann war es also endlich so weit. Die ganze Aktion fing erst einmal chaotisch an, weil wir uns nicht richtig abgesprochen hatten und meine Mutter der Meinung war, ich hätte schon angefangen und die Kartoffeln abgekocht und den Teig vorbereitet...was ich nicht getan hatte. Deswegen mussten wir recht schnell kochen, was eigentlich nie optimal ist...aber das Ergebnis konnte sich am Ende echt sehen und schmecken lassen, die Mühe hat sich wieder gelohnt :)

Das Rezept ist von Chefkoch und vegetarisch, sogar vegan...

Man braucht für eine Menge Samosas, die für ca. 4 Personen zum Sattwerden ausreicht:

Teig:

500 g Mehl
100 ml Öl (wir haben Rapsöl genommen)
180 ml Wasser (evtl. mehr)

Füllung:

80 g Erbsen (TK oder aus dem Glas)
500 g Kartoffeln
3 Chilischoten  (uns hat ehrlich gesagt eine halbe gereicht...die waren ultra-scharf)
15 g Ingwer
3 EL Öl
2 TL Garam Masala

im Originalrezept wird noch 2 EL Koriandergrün zur Füllung gegeben, wir haben ihn weggelassen, weil meine Mama ihn nicht mag :)

Fett zum Frittieren (bei uns waren es ca. 0,5 L)

Die Teigmenge ist bei der Dicke, in der wir ihn ausgewellt haben, zu viel für die Füllung...aber wer spontan und kreativ ist, kommt dann auf die Idee, am Ende noch süße Samosas daraus zu machen :) Mit Apfel und Zimt oder Banane mit Banane / Schokocreme schmecken die Taschen auch als Nachtisch sehr lecker!

So geht's:

Für den Teig alle Teigzutaten zu einem glatten Teig verkneten.

Die Kartoffeln gar kochen, pellen und in kleinere Stücke schneiden. Dann die Kerne der Chilischoten entfernen, die Chilis und den Ingwer fein hacken und in einer Pfanne mit dem Öl anbraten.

Die Kartoffeln und die Erbsen hinzugeben. Dann schmeckt man die Mischung mit Garam Masala und Salz gut ab und erhitzt für ein paar Minuten weiter...

Das Öl erhitzen.

Den Teig zu dünnen runden Fladen ausrollen, Durchmesser ca. 15 cm, diese in der Mitte durchschneiden. Dann noch einmal in der Mitte falten, die sich ergebende Naht wie bei Ravioli fest zusammendrücken, so dass man eine Art Trichter erhält, dann kann man ca. 2 TL Füllung in jede Teigtasche geben und sie wie schon erklärt oben fest zudrücken. Dadurch erhält man viele kleine Dreiecke :)

Nun testet man mit dem Stiel eines Kochlöffels, ob im heißen Öl schon Blasen aufsteigen. Wenn dies der Fall ist, kann man die ersten Samosas ins Fett geben und ihnen gemütlich beim Bräunen zusehen :) Ab und zu sollte man sie umdrehen. Wenn sie goldbraun sind, nimmt man sie mit einem Schaumlöffel aus dem Öl und tupft sie mit etwas Küchenrolle ab. Wenn sie nicht sofort verzehrt werden, kann man sie in eine Auflaufform im auf ca. 70°C vorgeheizten Ofen geben und so einige Samosas "sammeln", wenn man, wie wir, zusammen essen möchte :)

So sieht das Ergebnis der zeitaufwändigen Aktion dann aus:





Und der Nachtisch:


Guten Appetit,

liebe Grüße,

Miakatzi